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Abschied von Mui Ne – Auf nach Ho Chi Minh City (HCM) formerly known as Saigon

von Kerstin am Sonntag, den 2. März 2008 um 23:23 Uhr

Heute naht der Abschied. Ein letztes gutes Fruehstuck im Little Mui Ne. Die bisherige Zimmersuche fuer Saigon war nicht erfolgreich. Frank probiert es an der Rezeption. Die Dame dort ruft saemtliche Hotels ins Saigon an.
Fuer die erste Nacht haben wir uns nun im Rex eingebucht. Ich glaube das teuerste Hotel, in dem ich je war (Doppelzimmer fuer 231 USD die Nacht). Aber besser als in Vietnam nachts auf der Strasse zu stehen oder in einer Butze zu uebernachten. Im Apple-Hotel bleiben wir die beiden Naechte darauf. Nach dem Packen legen wir uns noch etwas an den Pool und geniessen die letzte Stunde hier.
Mit dem BUS (ja, es ist ist wahr), geht es nach Saigon. Der Bus des Unternehmens Brother’s Cafe laesst zu wuenschen uebrig. Wir sind zwar die ersten im Bus und ergattern die letzte Reihe, aber das hilft nur wenig. Die Klimaanlage funktionert mehr schlecht als recht, eine Federung ist nicht mehr vorhanden und der Fahrer faehrt wie der letzte Henker… und das fast 6 Stunden lang. Die letzte Stunde vor Saigon ist der Horror. Volle Strassen! Ich dachte Hanoi waere nicht zu toppen, Irrtum. Hanoi war nichts dagegen…und heute ist Sonntag. Mal sehen was sich morgen drausssen verkehrstechnisch abspielt. Es geht jedenfalls ziemlich langsam voran, dafuer sehr hubbelig. In Saigon ist das Hirn durch geschuettelt und der Po wund. Wir lassen uns in der Naehe des Hotels absetzen, was auch mehr ein gluecklicher Zufall war. Der Fahrer spricht naemlich kein Wort Englisch.
Das Rex ist ganz nett, aber auf jeden Fall ueberteuert. Ein Vorteil hat es, wir kommen wieder auf unsere Internetseite und koennen unsere Reiseberichte einstellen!

Rex Hotel Saigon

Wir bekommen gratis einen Kaffee und eine Creme Caramel im Cafe des Hauses, das nehmen wir natuerlich mit. Vier Teile Waesche sind auch umsonst, wird auch mitgenommen. Nach dem Essen im No 13 auf der Ngo Duc Ke geniessen wir unseren Gratiscocktail auf der Dachterasse des Hotels. Irgendwie muss sich der Preis des Hotels ja bezahlt machen.
So, nun gehts in die Suite des Rex-Hotels! Gute Nacht!

Jeeptour oben ohne

von Kerstin am Samstag, den 1. März 2008 um 00:16 Uhr

Nachdem wir gestern Abend Thu eine Jeeptour zu einem verguenstigten Preis aus den Rippen geleiert haben, geht es um 10 Uhr mit dem Jeep los. Erst fahren wir zum Fishing Village (leider nur fuer einen Fotostop), dann zu den weissen Duenen, hinterher zu den roten Duenen und zum Schluss zum Fairy Spring. Wir sitzen hinten auf dem Jeep ohne Verdeck. Nach der Tour sahen wir aus wie die Buschmaenner. Wir waren verstaubt, meine Haare waren nicht kaemmbar und Frank hatte sich einen Sonnenbrand zugezogen.

Jeeptour


Aber die Tour war klasse. Die Duenen sind wirklich sehr beeindruckend. Und bei der Wanderung durch einen Bach zu einem Wasserfall war der Weg das Ziel! Die Kids, die uns begleiten wollten, konnten wir dank Frank abschuetteln. So sind wir in Seelenruhe durch den Bach gewatet. Ein Glueck habe ich keine Schlangen gesehen, dafuer aber Wasserspinnen, schnelle Biester.

Fairy Springs


Auf dem Rueckweg kamen wir an der Herstellung der bereits erwaehnten Fischsauce vorbei. Ein Gestank, das kann man sich nicht vorstellen. Und da wohnen Menschen!
Wieder im Hotel angekommen ging es natuerlich an den Strand. War ja unser letzter Tag. Diesmal traut sich auch Frank ins Wasser und wandert am Strand entlang. Und siehe da, die Rinder wurden auch wieder an uns vorbei getrieben. Jetzt konnte man erkennen, wer neu angekommen war… die Neuen standen naemlich da und machten grosse Augen und Fotos. So wie wir gestern. Sundowner beim Sonnenuntergang. Abends essen bei Thu und wieder ein kleiner Deutschkurs. 2 Dosen an der Autowerkstaette gekauft und auf der Terasse getrunken. Zelte aufbauen! The same procedure…

Mit einem Taxi nach Phan Tiet

von Kerstin am Freitag, den 29. Februar 2008 um 00:13 Uhr

Nach 9 Stunden Schlaf dackeln wir zum Fruehstueck. Die Uebelkeitserscheinungen lassen ein wenig nach. Danach gehts mit dem Taxi nach Phan Tiet. Hier gibt es tatsaechlich ein Einkaufszentrum. Wir werden unauffaellig beobachtet. Kaufen Snickers (endlich mal Schokolade, bin auf Entzug!!!), Batterien und Nuesse. Dann gehts mit dem Taxi zum Markt. Nette Stadt mit sehr interessantem Markt. Einkauf von Bananen und einer Kokosnuss zum direkt trinken. Man kann so einen Markt nicht beschreiben, das muss man gesehen haben… halb tote Huehner (wir haben natuerlich Abstand gehalten, Vogelgrippealarm), alte Frauen, die auf ihrem Stand schlafen, Froesche, Fische, Muscheln, die man noch nie im Leben gesehen hat, Obst ohne Ende etc. … nur Hunde haben wir noch nicht gesehen :-, aehm… lebende schon) Wie immer sind wir die Ausserirdischen.

Nickerchen auf dem Marktstand (Phan Tiet)

Danach noch ein kleiner Spaziergang am Fluss entlang zum Fischerhafen mit hunderten von Fischerbooten. Der Taxifahrer bringt uns zu einem Tempel, haben ja noch nicht genug gesehen. Dort wird u. a. ein Walskelett ausgestellt und verehrt.
Auf dem Rueckweg halten wir noch an Chamtuermen aus dem 6. oder 8. Jahrhundert. Man kann sich nicht alles merken.
Im Little Mui Ne gehts dann an den Strand. Hier weht wieder ein schoene Brise und das Wetter ist einfach herrlich. Kurzer Sprung ins Meer, kleiner Spaziergang am Strand. Dann zieht eine Herde Rinder an unseren Liegen vorbei, unglaublich! Alle Touris haben die Kameras gezueckt.

Rinderherde am Strand

Mit einem Sundowner bleiben wir noch am Strand und beobachten den Sonnenuntergang. Einfach schoen hier!
Abendessen im Restaurant links neben dem Hotel. Frank probiert die legendaere Fischsosse. Sie riecht schlimm, schmeckt aber gut. Dann wieder zur Autowerkstatt, 2 Bier und ab auf die Terasse. Zelt bauen und schlafen!

Nachwehen, aber alles wird gut

von Kerstin am Donnerstag, den 28. Februar 2008 um 00:08 Uhr

Heute haben wir lange geschlafen. Es gab das erste Mal seit Beginn unserer Reise ein gutes Fruehstueck. Wir haben den ganzen Tag faul am Pool gelegen und sind dann am Strand entlang gewandert. Es ist windig, aber das ist bei den Temperaturen angenehm. Nur hat man wirklich etwas Sorge, dass einem eine Coconut von der Palme auf den Kopf fliegt. Kein Scherz!

Strand


Highlight des Tages: Frank fuehlt sich etwas krank und hat etwas Magenprobleme. Woher kommt das wohl? Von der Zugfahrt oder von dem gestrigen Essen abends??? Hoffen wir mal ’nur‘ vom Essen. Die letzte Suppe ist drin geblieben. Es geht wohl wieder aufwaerts! Den ersten Tag in unserem Hotel in Mui Ne – dem Little Mui Ne Cottages – haben wir herrlich faul am Pool verbracht…
Abends waren wir im Restaurant gegenueber und haben einen kleinen Kurs in Vietnamesisch erhalten – von Thu, der Kellnerin. Dafuer haben wir Ihr Deutsch beigebracht.

Sprachkurs


Wir verabschieden uns mit einem Tham biet und ab gehts zurueck ins Zimmer. Vorher noch kleiner Schlenker an der Autowerkstatt vorbei und Kauf von 2 Dosen Bier, die wir bei dem warmen Wetter genuesslich auf unserer Veranda zu uns nehmen, bevor wir ins Bett gehen.
Vor dem Einschlafen noch umstaendlicher Aufbau – jetzt BEIDER – Moskitonetze. Sieht aus, als ob wir zelten wuerden.

“Zelten” in Mui Ne

Steigerung des Propellerflugs?

von Kerstin am Mittwoch, den 27. Februar 2008 um 00:02 Uhr

Der Tag wird aufregender als wir gedacht haben. Erstmal lange schlafen. Sehr kleines Fruehstueck im Phy Quy (o.g. Hotel oder auch Jugendherberge, wie Frank so schoen feststellte). Duschen, packen, Internet, Taxi zum Bahnhof.
Der Zug hat natuerlich Verspaetung, 1 Std. Wir lernen eine dt. Australierin kennen. War ganz nett, habe einige Tipps bzgl. Saigon bekommen. Wir haben fuer den Zug sog. Softseats gebucht, mit Klimaanlage. Heisst: Grossraum voller Vietnamesen. Wussten
wir vorher natuerlich nicht. Wir wurden von ALLEN angeguckt als waeren wir Ausserirdische. Langnasen buchen wohl eher die Abteilwagen mit Betten, keinen Sitz im Grossraumabteil. Im Nachhinein sehr verstaendlich! Wir waren die Attraktion, mehr noch Frank. Und WIR waren geschockt. Hier kursierten mindestens 100 gefuehlte
Krankheiten, die durch die Klimaanlage sauber gemischt wurden. Ich glaube diesmal ging es Frank so wie mir gestern im Flieger oder zumindest so aehnlich. Das erste kleine Laecheln kam nach einer Stunden wieder. Hin uns wieder versuchte die Dame gegenueber mit uns Kontakt aufzunehmen und grinste. Es wurde auch kraeftig ueber uns
geredet, aber wir verstanden ja nix und grinsten einfach nur zurueck.
Niessen, Nase hoch ziehen, husten, furzen, ruelpsen im 10-Sekunden-Takt. Die Chips, die uns angeboten wurden, lehnten wir dankend ab. Wir muemmelten lieber unsere noch keimfreien Bananen. Dann wurde im Zug fuer Hungrige Essen gereicht. Auch kein schoener Anblick. Nachdem aufgegessen war, flog das Plastikgeschirr und -besteck aus dem Fenster. Wieso betreiben wir in Deutschland eigentlich Muelltrennung??? Na ja, machen die Vietnamesen eigentlich auch: der eine Teil ins Meer und der andere Teil in die Landschaft.
Das war nur einer von vielen Gedanken. Zwischendurch holten wir den Reisefuehrer raus und lasen noch mal das Kapitel ueber Gesundheit. Wie wird noch mal Hepatitis B uebertragen, wie Cholera, wie H5N1 oder so aehnlich. Ueber letzteres kam dann auch noch ein Spot im Fernseher. Unglaublich!
Ich habe die 4 Stunden ueber nichts getrunken, um nicht auf DIESE Toilette zu muessen, die wir beim Einstieg gesehen und gerochen haben. Es ging gut! Bei Frank auch, trotz Cola. Draussen wurde es immer dunkler und der Ausstieg nahte. Wir wussten nur, dass der Zug irgendwann um 18 Uhr in Muong Man sein sollte. Der Ort liegt etwa 20 km von unserem Zielort entfernt. Der Schaffner hatte sich unser Gesicht gemerkt und kam kurz vor Ankunft zu uns und meinte: Muong Man – 10 minutes. So wussten wir wenigstens, dass wir gleich aussteigen mussten. Wir packten, wurden beguckt, sagten tschuess und gingen zur Zugtuer. Der Zug hielt, wir guckten raus, draussen alles dunkel und vor uns Schienen und ein Haus. Etwas beunruhigt stiegen wir und noch ein paar wenige Vietnamesen aus. Ein Glueck dann auch zwei Langnasen, Deutsche wie sich rausstellte. Somit waren wir in der Gott verlassenen Gegend nicht ganz allein.
Wir kletterten samt Gepaeck ueber die Schienen. Dann kam ein Typ und fragte, ob wir ein Taxi benoetigen. Klar! Zwei, und das flott. Grosse Verhandlung mit dem Taxifahrer wegen des Preises und dann los nach Mui Ne.
Wenn jetzt noch das Hotel bescheiden ist, ist der Tag ganz gelaufen. Kamikazefahrt nach Mui Ne, einchecken, Begruessungstrunk und rein ins Zimmer bzw. Cottages.
Ist das schoen hier und was fuer eine Wohltat nach den 2 Tagen!!! Hier verbringen wir nun die naechsten 3 -4 Tage… mit Palmen, Strand, Bambus, Meeresrauschen bis ins Cottage und eine schoene Brise um die Nase. Einfach toll hier im „Little Mui Ne“ (www.littlemuine.com – ein echter Tipp!) .
Kurz was essen im Hotel selbst, auf die Veranda gesetzt und dann ins Bett. Ich mit Mueckennetz, Frank ohne…dafuer hat er jetzt Mueckenstiche.