Schwimmende Maerkte

Nygen schmeisst uns frueh raus. Dh. wir verschlafen etwas und hetzen zum Fruehstueck. 10 Min. Zeit, um das Brot mit Marmelade zu vertilgen. Ab ins Zimmer, Koffer + Tasche schnappen, runter zum Auto eilen. Klar stehen da schon Nygen und Mister Wung und warten. Als ob sich in den letzten 2 Wochen etwas geaendert haette.

Die kleine Beschwerde bei Nygen bzgl. Hotelzimmer betruebt ihn zunaechst etwas. Der Asiate an sich nimmt so etwas gerne persoenlich. Tja, aber der Deutsche beschwert sich halt gerne.

Mit dem Auto werden wir zu einer Anlegestelle gebracht. Hatte ich erwaehnt, dass es halb acht ist? Haben wir nicht Urlaub? Mit dem Kahn geht es zu den schwimmenden Maerkten, zuerst zu einem recht grossen und spaeter noch zu einem eher kleineren Markt. Sehr schoen, trotz ein paar Tropfen Regen.

Schwimmende Märkte

Unser Guide ueberredet den Bootsfuehrer (ein Kind) in einen abgelegenen Mekongarm zu fahren. Der Bootsfuehrer hat sich zunaechst gestraeubt, nachher wussten wir wieso. Wir bleiben mehrmals stecken und muessen uns auf dem Boot verteilen. Ist aber lustig und die Gegend einfach klasse. Der Bootsfuehrer taucht sogar mal unter, um die Schiffschraube von Pflanzen zu befreien. Das nenn‘ ich mal Einsatz. Nyhgen – jedes mal anders geschrieben – hat wohl ein schlechtes Gewissen. Wir steigen dann mal aus und gehen ein Stueck zu Fuss in dem wenig besiedelten Gebiet am Mekong entlang. Die paar Menschen, die wir treffen sind sehr freundlich und vor allem neugierig. Uebrigens laufen hier hunderte von Hunden rum, mag ich gar nicht. Ich kann mich einfach nicht daran gewoehnen – immer mit dem Wissen nicht gegen Tollwut geimpft zu sein.

Begegnung im Mekong Delta


Nach dem 2. schwimmenden Markt tuckern wir noch ein bisschen durch die Gegend. Dann treffen wir auf Mister Wung und er faehrt uns zunaechst zu einer Krokodilfarm. Nein, wir haben keine Taschen gekauft, sollte man auch nicht unterstuetzen… ausserdem werden uns die am Zoll eh weg genommen. Nach der Farm halten wir irgendwo auf einen Kaffee an. Hier sitzen wir zu zweit… um uns rum nur nicht englisch Sprechende. Selbst die Rechnung bekommen wir zunaechst nicht. Nyhgen hilft uns dann, als er von seiner Nudelsuppe zurueck ist. Weiter geht es nach Chau Doc, ein schoener Ort am Mekong, kurz vor der Grenze nach Kambodscha. Hier scheucht uns Nyhgen auf einen Berg, sowas von heilig das Ding. Aber einfach zu heiss da oben und Tempel koennen wir eh nicht mehr sehen. Frank kommt mit 5 Kilo weniger am Koerper nach Hause, 3 sind jetzt schon mindestens weg. Er isst viel weniger als ich, komisch! Ich esse hier so lustig vor mich hin, habe halt einen Schweinemagen. Toi toi toi!

Nyhgen und Mister Wung laden uns am Hotel Chau Pho ab, schnell noch ein Foto. Nyhgen hat fuer den morgigen Tag alles geregelt, hoffen wir mal (Tickets fuers Boot inkl. Pick Up).

Abschied von Nyguen und Mr. Wung

DAS Hotel ist sehr schoen und neu. Kurze Verschnaufpause und dann scheuche ich Frank aus dem Zimmer, Stadt gucken. Markt besichtigen, auf dem geht es so richtig urig zu. Souvenirs gibt es hier nicht und kaum Touris. Sehr authentisch alles, gefaellt mir gut.

Natuerlich werden wir hier angeguckt, aber es kommt noch besser. Jeder Zweite gruesst uns, ob Kinder oder Erwachsene. Selbst vom Mofa aus werden wir angestrahlt mit einem Hello bedacht. Erstmal ist man ja skeptisch, wollen die nur unsere Kameras??? Aber nach einer Stunde und 1000 Hellos stellen wir fest, die sind so nett! Und das hier ist Vietnam von einer etwas anderen Seite. Wir bespassen noch ein paar Kinder auf der Strasse, bevor es zum Essen geht.

Straßenszene in Chau Doc

Heute essen wir Hot Pot (gekochten Fisch, im Topf auf Gasherd serviert). Mir schmeckt es mal wieder, Frank so lala. Mh, ich gehe wohl erstmal wieder 4 Runden laufen, bevor ich mich auf die Waage zuhause stelle. Hatte ich erwaehnt, dass die Snickers alle sind und ich noch nicht fuer Nachschub gesorgt habe?

Das schoene Zimmer geniessen wir leider nicht sehr lange, morgen muessen wir wieder mal frueh raus. Um 7.30 Uhr werden wir abgeholt, um zum Boot nach Kambodscha gebracht zu werden. Phnom Penh wir kommen!

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