Archiv der Kategorie ‘Vietnam/Kambodscha ’08‘


Unser aktuelles Wetter...

Nah Trang, oder: ein nicht ganz so schoener Ort

von Kerstin am Dienstag, den 26. Februar 2008 um 23:59 Uhr

Nach der Eincheckerei im Hotel gehts an den Strand. Nette Wellen, gutes Wetter… viel Muell. So sind die Vietnamesen. wir rennen ewig am Strand entlang, vorbei an dem alten Fischerhafen.

Eindruck in Nah Trang


Spring Rolls in einem Lokal mit nicht englischer Karte und asiatischen Gaesten.
Rueckweg durch die eigentliche Stadt – kein Touri weit und breit. Hier ist man komplett unter Einheimischen. So wird man auch angeguckt. Vor allem Frank wegen Groesse und Bauch und ich wegen weisser Haut und dicken Waden :-)
Irgendwo finden wir ein asiatisches Reisebuero und buchen die Zugfahrt nach Mui Ne. In dem Ort hier muessen wir nicht laenger bleiben, ist nicht so doll hier… viele Bettenburgen. Der Typ vom Reisebuero will uns die Tickets in den naechsten 2 Std ins Hotel bringen. Wenn das mal klappt!
Rueckweg zum Hotel. 3 Versuche um Geld mit der Postsparcard abzuholen.
Zurueck zum Hotel und da kommen auch schon die Tickets angeflogen.
Essen in einem bekannten Seafoodlokal. Wir essen trotzdem Chicken. War ok, aber nichts Tolles. Ab auf die Dachterasse des Hotels, noch ein Bier und dann ins Budget-Hotel. Unverstaendlich, warum dieses Hotel so gute Kritiken bekommen (bestimmt nur von Rucksacktouristen). Schliesslich wandert durch eins der Betten eine
Ameisenkolonie. Geschlafen wird mit Licht, mit Schlafsaecken in einem Bett.

“Hotel” Phu Quy

Wenn es Euch mal nach Nah Trang verschlagen sollte: geht nicht ins Hotel Phu Quy!

Grenzen ueberschreiten

von Kerstin am Dienstag, den 26. Februar 2008 um 23:56 Uhr

Der Tag fing schon mit einem nicht tauglichen Fahrer an, der uns zum Flughafen brachte.
Wir sassen beim Boarding, als Frank ankam und meinte, er haette schlechte Nachrichten. Gerade waere eine Propellermaschine gelandet. Da der Flughafen 50 x 50 m gross ist, nur ein Flug angekuendigt war und weit und breit keine andere Maschine zu sehen war, kann man sich vorstellen, wie es mir ging.
Ich hatte bei der Buchung extra gefragt, ob es sich um einen Airbus handelt Tja, da hatte ich wohl eine falsche Antwort bekommen. (Anmerkung von Frank: der Asiate an sich hat es nicht gerne, wenn er auf eine Frage keine Antwort hat. Und wenn er dann noch eine moegliche Antwort in den Mund gelegt bekommt, dann gibt er halt die! Der Dialog spielte sich etwa wie folgt ab: Kerstin:”Which kind of plane is it?” Asiate: “Aehm, pardon?” Kerstin: “Which kind of plane? Maybe an airbus?” Aisate: “Yes!” – und siehe da, beide sind zufrieden).
Nie im Leben wollte ich mit einer Propellermaschine fliegen. Jetzt ging es wohl nicht anders.

Das ist sie… eine ATR 72


Der Blick auf und in die Maschine reichte aus, um den Tag fuer mich lahm zu legen. 2 Sitze rechts, 2 Sitze links – Blick auf Gepaeck und Pilot, wenn die Tuer vor uns aufgeht. Wir sitzen am Notausgang, Plaetze 1a und 1b. Notausgang heisst bei der Maschine direkt in der ersten Reihe zu sitzen. Der Start verlaeuft schneller und ruhiger als gedacht, trotz dicker Wolken und Regen. Der Flug selbst ist auch recht ruhig. Es scheint nicht windig zu sein, wenigstens das.
Der Anflug beinhaltet 3 grosse Kurven und eine Runde uebers Meer. Wer gerne fliegt, fand diese Aussicht in den Schraeglagen sicher toll – so auch Franks Kommentar.
Aber MEINE GRENZEN waren bei Weitem ueberschritten.
Zu guter Letzt: wir sind heil angekommen und bereits in Nah Trang im Hotel.
JETZT habe ich einen Cocktail und Strand verdient! Die Sonne scheint!

Wieder online?

von Frank am Dienstag, den 26. Februar 2008 um 20:05 Uhr

Eventuell koennen wir mit einem kleinen Trick jetzt wieder schreiben. In naechster Zeit versuchen wir die letzten Tage nachzuholen. Nur so viel: aus irgendwelchen Gruenden erreichen wir unsere Homepage hier nicht mehr. Aber vielleicht klappts ja jetzt. Hier ist alles gut, Wetter sehr warm, wir haben heute mal ein bisschen den Strand genossen. Bald mehr…

Sonne, Strand u. Co.

von Kerstin am Montag, den 25. Februar 2008 um 23:47 Uhr

Endlich mal wieder ausschlafen, immerhin bis 8.15 Uhr. Gemuetlich fruehstuecken
und los gehts zum ersten Schneider (Tailor, wie ich jetzt weiss).
Mein Kleid passt schon ganz gut, noch ein paar kleine Anpassungen sind erforderlich. Entweder wird es ein Kleid fuer Vittorias Hochzeit in Italien oder ein Karenvalskostuem… fuer umgerechnet 10 Euro.

Anprobe Kleid

Hier bekommt man fuer wenig Geld massgeschneiderte Kleidung… ueber Nacht und das bei anscheinend guter Qualitaet.
Danach Suche einer Bank, mist Mittagspause! Ab zum naechsten Tailor und Franks Anzuganprobe. Der Anzug, ebenfalls massgeschneidert, kostet 48 Euro. Unglaublich!
Hier sind auch noch einige Anpassungen notwendig.
Kurze Kaffeepause und dann in die Bank. Schliesslich muessen die Klamotten finanziert werden. Fuer halb zwei habe wir einen Privatfahrer “gemietet” und der bringt uns zu den Marmorbergen. Geniale Tour mit tollen Hoehlen und wie immer Tempeln und Pagoden. Ich kann sie nicht…! Den Geruch der Raucherstaebchen bemerkt man mittlerweile kaum mehr.
Jetzt geht es mit dem Privatfahrer ab zum Strand (China Beach). Seit mittags lacht die Sonne, daher macht es jetzt umso mehr Spass hier zu sein. Ein toller Strand mit hohen Wellen und keiner Menschenseele. Hier bummeln und lungern wir rum.

China-Beach


Spaet nachmittags gehts zurueck nach Hoi An. Wieder zum Schneider! Franks Anzug muss noch mal angepasst werden, mein Kleid ist perfekt und kann mitgenommen werden. Kurz ins Hotel und dann zur Cooking Class. Wir nehmen zu zweit einen Kochunterricht wahr. Heisst aber auch, wir bereiten einiges selber zu, auch der “Herr des Hauses”. Lustige Fotos hat das gegeben. Der Hit waren die Spring Rolls. Das Essen war trotz der eigenen Zubereitung richtig, richtig lecker.

Kerstin in der “Cooking-Class”

Frank duest zwischendurch noch mal zum Tailor. Jetzt sitzt er, der Anzug! Und wir sitzen jetzt im Hotel, satt gegessen und muede. Good night, Vietnam!

Preview: morgen geht es um 10.55 Uhr mit dem Flugzeug nach Nah Trang. Uebermogen mit dem Bus – oh Gott – nach Da Lat in die Berge und ueberuebermogen – ebenfalls mit dem Bus – nach Muine ans Meer (jippiii Strandurlaub)!

Franks Geburtstag

von Kerstin am Sonntag, den 24. Februar 2008 um 00:44 Uhr

Heute ist Franks Geburtstag. Da er ausnahmsweise schnell mit duschen, anziehen etc. fertig ist, klappt das nicht mit dem vorbereiteten Fruehstueckstisch. Dafuer aber mit den Geschenken. Nach dem Fruehstueck gibt es die ultimative Geburtstagstour nach My Son. Eine uralte Tempelanlage (aehnlich wie Ankor, nur in viel, viel kleiner).

My Son

Hubbelige Busfahrt, aber Frank kann trotzdem schlafen. Ihm ist wohl die 41 zu Kopf gestiegen. Eigentlich muessten wir nun wieder mit dem Bus zurueck fahren. Wir mischen uns aber unter die eine Haelfte der Gruppe, die die Rueckreise mit einem Boot inkl. Lunch antritt. Fuer Noppes! Das Boot ist ein alter kleiner Karren, Lunch besteht aus Reis mit einzeln reingeschossenen Gemueseteilen, einer Banane und einer kleinen Flasche Wasser.

“Lecker” Essen an Bord

Wir als blinde Passagiere koennen uns ja nicht beschweren. Vorbei geht es an Dschungellandschaften. Kein Wunder, dass die USA hier gescheitert ist. An einem kleinen Fischerort wird ein 10-Minuten-Stop eingelegt, dann geht es mit dem Boot zurueck nach Hoi An. Wir schleichen uns von Bord und freuen uns auch mal die Vietnamesen ueber den Tisch gezogen zu haben. Ist ja sonst meist andersrum der Fall. Wir holen Franks Geburtstagsgeschenk ab, die geschneiderte Cordjacke. Sehr gut geworden, kleine Anpassung gefaellig und zurueck zum Hotel. Jetzt ist Frank ueberzeugt und laesst sich beim Schneider unserer Wahl (Dong Duong) auch noch einen Anzug schneidern. Grosse Handelei, man landet bei 72 US$. Der ist morgen zur Abholung bereit, wenn das mal gut geht… Ich lasse mir ein Kleid schneidern. Heute wird Frank zum Essen eingeladen, beim angesagtesten Lokal der Stadt: Cafe des amis. Man kann das Essen nicht waehlen und wird nur noch Fleisch oder Fisch gefragt. Dazu nehmen wir einen Wein aus Da Lat (10.000 Dong pro Glas, 0,50 Cent). Es gibt 5-Gaenge, jeder Gang schmeckt wirklich sehr gut. Die Rechnung belaeuft sich auf 240.000 Dong( 12 Euro). Ich habe Frank somit zu einem Essen fuer 6 Euro eingeladen. Dafuer gibt es aber im Anschluss noch Cocktails und Bier im Tam Tam – hier zahle ich immerhin 3,5 Euro… fuer uns beide :-) Ein schoener (Geburts-)tag geht zuende. So kann man seinen 41sten auch feiern!

Geburtstagsmahl

Shopping in Hoi An

von Frank am Samstag, den 23. Februar 2008 um 23:34 Uhr

Bei weiterhin etwas bescheidenem Wetter haben wir heute unsere Shopping-Tour durch Hoi An fortgesetzt, Kerstin bekommt eine Cord-Jacke angepasst und ich noch ein Hemd, spaeter Kerstin noch eine Hose und dann ich eine Cord-Jacke.

Kerstin bei der Anprobe

Um das Shoppen doch mal etwas abzukuerzen, haben wir auch an die Weiterreise gedacht und versucht, einen Zug Richtung Nha Trang zu buchen fuer den 26.2., aber alles war ausgebucht. Da wir aber nicht ewig in Hoi An bleiben wollten, haben wir dann einen Flug nach Nha Trang fuer den 26.2. gebucht (49 USD p.P.). Immerhin mussten die massgeschneiderten Designer-Klamotten ja auch noch ins Gepaeck passen und wenn wir noch viel laenger bleiben, wuerden wir auch noch mehr kaufen… Gestaerkt mit einer Zwischenmahlzeit cao lau am Flussufer und Fresh Beer (zu einem sensationellen Preis von 4000 Dong = 0,25 US-Dollar = 20 Euro-Cent fuer 0,3 Liter!!!) gings dann weiter mit Sightseeing. Abends essen im Tran Phu mit ein paar netten Fotos in der Kueche, die ihr irgendwann mal sehen duerft.

Küche im Tran Phu

 

Von Hanoi nach Hoi An

von Frank am Freitag, den 22. Februar 2008 um 23:26 Uhr

Morgens: Flug von Hanoi nach Dalang. Der Pick-Up-Service, der uns vom Flughafen zum Hotel bringen sollte, liess erst auf sich warten und kam letztendlich nicht. Also rein ins Taxi und ab nach Hoi An, ins Hotel Thiem Thran (Taxifahrt fuer etwa 35 km ca. 262
Tausend Dong). Nach einem Stadtbummel habe ich mir abends mal eben ein Oberhemd ausmessen lassen. Hoi An ist die Stadt der Schneidereien, hier bekommt man quasi ueber Nacht Masskleidung gefertigt. Und das relativ guenstig. Das Oberhemd sollte dann 12,50 US-Dollar kosten. Da kann man nicht meckern.

Maßnehmen für das erste Hemd

Der Himmel hielt sich tagsueber bedeckt und abends nieselte es etwas: Shopping-Wetter! Abends gabs dann das Nationalgericht aus Hoi An: Cao Lau, eine leckere Suppe, in der so alles moegliche rumschwimmt und deren Grundzutat, das Wasser, nur aus einem Brunnen in der Stadt kommen darf. Dann gabs noch einen in Bananenblaettern zubereiteten Fisch in Limonensauce. Auch sehr lecker!

Blick in die Küche

Besuch bei Onkel Ho

von Frank am Donnerstag, den 21. Februar 2008 um 17:56 Uhr

Gestern abend waren wir dann noch lecker essen im “Garden Hanoi”. Eine Vorspeise (12 Spring-Rolls), 2 Hauptspeisen (Fried Noodles with Chicken u. Chicken Sate with rice) und Getraenke alles zusammen fuer umgerechnet rund 12 Euro, also schon eines der teureren Restaurants in Hanoi. War aber trotz des “hohen” Preises sehr lecker. Anschliessend noch ein gutes belgisches Red-Bier, dass wir zwei Haeuser entfernt vom Hotel zu uns genommen haben und dann ab ins Bett.

Heute morgen sind wir dann per Taxi zu Vietnams “Allerheiligstem” gefahren: dem Ho Chi Minh-Mausoleum. Obwohl der Gute ja schon seit 1969 tot ist, ist er hier immer noch eine Art Uebervater. Keine Bar, keine Wohnung ohne sein Bild. Aber bevor wir seinen einbalsamierten Leichnam bewundern durften, mussten wir erstmal die strengen sozialistischen Regeln einhalten: Tasche abgeben, Handy bitte in einen Klarsicht-Beutel der (und das ist wichtig) an der rechten Hand zu tragen ist, Schlange stehen, Haende aus den Taschen und leise reden. Dann beim Gucken weitergehen und bloss nicht bei Herrn Ho stehen bleiben. Alles in allem spannend und der Herr hat sich ganz gut gehalten, dafuer, dass er ja schon so lange nicht mehr unter den Lebenden weilt.

Ho Chi Minh-Mausoleum Hanoi

 

Das obligatorische Besuchsprogramm nach dem Mausoleum musste dann noch absolviert werden: Praesidentenpalast, Onkel Ho’s Wohnhaus, seine Gebrauchtwagen, sein Arbeitszimmer. Nur das Ho Chi Minh-Museum haben wir uns gespart.

Präsidentenpalast

 

Weiter gings zum Literatur-Tempel (Zitat Kerstin: “ich kann keine Tempel mehr sehen” – wenn sie wuesste…).

Literaturtempel

Anschliessend ein kleiner Kontrast: Besuch im “Hanoi Hilton”, einem der gefuerchtetsten Gefaengnisse im Land. Hier wurden politische Haeftlinge von den Franzosen gefangen gehalten und gefoltert. Spaeter wurden dann abeschossene amerikanische Bomberpiloten hier inhaftiert, denen es dort selbstverstaendlich blendend ging.

Nachdem wir im Anschluss wieder nicht erfolgreich dabei waren, Karten fuer das Wasserpuppentheater zu ergattern, haben wir uns mal endlich eine Pause gegoennt.

Das Wetter hier war/ist hier heute uebrigends wirklich klasse. Warm und wenn die Abgase nicht waeren, koennte man u.U. auch die Sonne erahnen. Apropos Abgase: ich glaube zwei Tage Hanoi entsprechen etwa einem Jahr auf dem Koelner Ring.

Ach ja, wir wissen jetzt auch, wo wir in Hoi An ab morgen wohnen. Das Hotel heisst Thien Thanh, haben wir gerade gebucht. Gleich gehts dann noch zum Essen und vielleicht ist hinterher ja noch ein Bier drin…

So, wir gehen jetzt mal langsam ins Bett, morgen frueh werden wir um 9:15 Uhr abgeholt und zum Flughafen gefahren. Haben im “Ladybird” noch gut gegessen und danach hatte Kerstin das Vergnuegen den kleinsten Cocktail der Welt zu trinken :-)